Autismus-Spektrum-
Störung

Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) gehören zu den neurologischen Entwicklungsbesonderheiten und zeigen sich meist bereits im frühen Kindesalter. Typische Merkmale betreffen vor allem die soziale Kommunikation, das soziale Miteinander sowie besondere Interessen und Verhaltensweisen. Kinder und Jugendliche im Autismus-Spektrum nehmen ihre Umwelt oft anders wahr und verarbeiten Reize auf individuelle Weise. Diese Besonderheiten können sich beispielsweise in Schwierigkeiten beim sozialen Kontakt, in einem starken Bedürfnis nach Routinen oder in intensiven Spezialinteressen zeigen.

Die Diagnostik im Kindes- und Jugendalter erfolgt nach der aktuellen S3-Leitlinie zur Diagnostik von Autismus-Spektrum-Störungen (ADOS-2). Diese empfiehlt ein strukturiertes, mehrstufiges Vorgehen. Dazu gehören ausführliche Gespräche mit den Sorgeberechtigten, eine entwicklungsbezogene Anamnese, standardisierte Beobachtungsverfahren sowie gegebenenfalls Fragebögen für Eltern, Bezugspersonen oder Schule. Ergänzend werden die kognitive Entwicklung, Sprache sowie mögliche Begleitbesonderheiten betrachtet.

Ziel der Diagnostik ist eine differenzierte Einschätzung der individuellen Stärken und Unterstützungsbedarfe des Kindes oder Jugendlichen. Eine frühzeitige und sorgfältige Abklärung kann dabei helfen, passende Förder- und Unterstützungsangebote einzuleiten und die Entwicklung bestmöglich zu begleiten.

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